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Die Geschichte der Katzen von Lamu.
Wo immer Sie in Lamu oder Shella durch die Strassen gehen, treffen Sie auch auf viele Katzen. Viele dieser Katzen sind  halb vewilderte Hauskatzen, die in kleinen Familienrudeln zusammen leben.  Diese Katzen sind aber etwas ganz Besonderes. Wenn Sie sich ein wenig für Katzen interessieren, so werden Sie feststellen, das diese hier ganz anders aussehen: Lange Beine, schlanker Körper, peitschenartiger Schwanz, grosse spitze Ohren, langer Hals, schmaler Kopf und dünnes Fell. Das ganze Erscheinungsbild erinnert an die heiligen Katzen Ägyptens, an die Statuen der Katzengöttin Bastet. Die Katzen im Lamu Archipel, besonders auf den Inseln Lamu und Faza, sind die Einzigen mit der gleichen physischen Darstellung wie die Tiere, die von den alten Ägyptern in ihren Statuen und Grabmalereien bereits um 1500 v.Chr. abgebildet wurden. Die Ägypter waren vermutlich die Ersten, die vor ca. 4000 Jahren  Wildkatzen domestizierten, um ihre Getreidevorräte vor Mäusen zu schützen. Man geht davon aus, das hier die ersten domestizierten Katzen zu finden waren. Die Arten, aus denen sie abstammen waren vermutlich die Afrikanische Wildkatze (Felis lybica), die zahmere Dschungelkatze (Felis chaus) und eventuell auch noch andere, kleine Wildkatzenarten, die eingekreuzt wurden. Eine verbreitete These besagt nun, das die Lamukatzen von Händlern mit ihren Dhows aus Ägypten auf die Inseln gebracht wurden, wo sich durch die isolierte Lage der Genpool der Tiere für lange Zeit unverändert erhalten konnte. Dann wären diese Katzen die Nachkommen der alten, ägyptischen Urrasse unserer Hauskatzen. Neuere molekularbiologische Analysen, bei denen auch Genmaterial von Katzen von den Inseln Lamu und Faza untersucht wurde, bestätigen diese These durch die sehr nahe Verwandtschaft gerade dieser Katzen aus dem Lamuarchipel mit der Afrikanischen Wildkatze (Leslie Lyons, Genetic relationships of cat breeds. 2005). Mittlerweile wurden auch Katzen anderer Rassen auf die Insel gebracht, die sich mit den einheimischen Katzen verpaarten. Das hat einerseits die genetische Gesundheit der Tiere verbessert, aber anderseits auch den Genpool und damit leider auch das phänotypische Aussehen der Tiere verändert . Immer öfter findet man hier auch Katzen mit kräftigerem Körperbau, grossen Kopf und dickerem Fell, die nicht mehr das typische, elegante Aussehen der ägyptischern Katzen- und Fruchtbarkeitsgöttin Bastet haben.
Aber noch immer können Sie auch die Katzen des Pharaos auf den Strassen Lamus und Shellas finden. Sie erinnern uns an die lange, ereignisreiche Geschichte der Inseln im Lamu Archipel die immer, trotz der isolierten Lage, auch mit der anderer Völker eng verbunden war.

Alle Bilder: Copyright Sylvia Rütten

Hilfe für Lamu´s Katzen- Update
Schon bei meinem ersten Besuch in Lamu bemerkte ich die vielen, oft kranken und unterernährten Katzen  Bei “meinem” Strandrudel sind mir besonders die vielen, auf einem Auge blinden Tiere aufgefallen, eine Mangelerscheinung, die durch die einseitige Ernährung von rohen Fischabfällen und Innereien entsteht oder auch Schnupfen. Durch Zufüttern von gutem Futter konnte ich bereits in 2 Wochen bei einigen Welpen diesen Mangel beheben. Die Einheimischen sind zwar sehr katzenfreundlich und fügen den Tieren kein Leid zu, jedoch ist die Bevölkerung arm und da bleibt eben kein Geld übrig, um so viele Tiere zu ernähren oder ärztlich zu versorgen. Ich selbst nehme immer eine Menge Trockenfutter und Vitaminpräparate mit, um die vielen hungrigen Mäuler zu füttern und Mangelerscheinungen bei den Jungtieren vorzubeugen. Wenn das mitgebrachte Futter zu Ende ist, lasse ich im Hotel noch  Katzenfutter kochen.  Wenn man kranke Tiere gefunden hat, hatte man früher keine Möglichkeit diese zu versorgen, oder man musste Sie ausfliegen bis nach Malindi. Glücklicherweise gibt es seid 2 Jahren gibt es in Lamustadt eine kleine Tierklinik, wo man diese kranken Tiere versorgen lassen kann. Ich habe dieses Jahr einen halbverhungerten Kater, Whity aus dem Strandrudel, der einen schlimmen Katzenschnupfen hatte, dorthin gebracht, er ist jetzt wieder gesund und in seinem Rudel. Diese Tierklinik ist aber in finanzieller Not, da die ursprünglichen Sponsoren keine ausreichenden Mittel mehr haben.  Die Klinik finanziert sich nur aus privaten Spenden und braucht dringend Unterstützung.  Falls Sie helfen wollen oder als Tierarzt mal einige Zeit dort unentgeltlich arbeiten wollen, dann melden Sie sich bitte direkt an die Klinik in Lamu: www.lamu-vet.org

 

Bericht von Shella´s Katzen im Oktober 2007:
Bei unsere Ankunft auf der Insel führte unser erster Weg zu dem Strandrudel am Stop Over, was ich schon seit Jahren betreue. Leider bot sich uns kein schöner Anblick; eine der Katzen war bis auf die Knochen abgemagert, hatte den Kopf rund ums rechte, schon lange blinde Auge,  zugeschwollen, die Nase war halb abgefressen, vermutlich von Ratten. Sie musste furchtbare Schmerzen haben und lies sich nicht anfassen. Einer der jungen Kater, Max , humpelte auf 3  Beinen auf mich zu. Alle Katzen waren sehr dünn und viele hatten Schnupfen. Es war das Ende vom Ramadan, das ist für diese Katzen, die von den Fängen der Fischer abhängen, eine sehr harte Zeit, weil die Fischer dann nicht oft rausfahren. Aber jetzt waren wir ja da und wir hatten auch viel Futter dabei. Doch der Katze mit dem geschwollenen Auge musste sofort geholfen werden!Voller Hoffnung wählte ich sofort die Nummer der Katzenklinik und musste feststellen das es keine Leitung mehr gab. Ich ahnte schon etwas. Unsere Nachfragen bei Angelika, die in Lamu wohnt und arbeitet, ergaben, das die Klinik zu war und der Arzt weg. Schlimm für die Tiere, wer sollte jetzt helfen? Durch Telefongespräche nach Nairobi zum Tierarzt konnten wir ein geeignetes Antibiotika finden, was wir in der Apotheke in Lamu bekamen und der Katze 2 mal täglich im Futter verabreichten. Wunderbarerweise schlug es sehr gut an und ihr Zustand verbesserte sich, sie wurde auch wieder kräftiger. Sie muss aber unbedingt an dem kranken Auge operiert werden und wartet auf den Tierarzt!
Etwas später fanden wir in einer Hütte am Strand 2 total unterernährte und verflohte Katzenbabys, die kleinere hatte schon auf gegeben und nahm nicht mal das Futter, was wir dabei hatten. Man hatte versucht, diese Katzenkinder mit Schlachtabfällen (die sehen in Afrika anders aus als bei uns, fast nur Haut, Knochen und Mägen) zu ernähren, was diese  nicht kauen konnten. Wir verabredeten, das man uns die Katzen  Tag ins Gardenhaus brachte, zusammen mit 2 der Hunde, die dort noch waren, um sie von den Parasiten zu befreien.  Als sie dann bei uns waren und wir hatten sie gewaschen, sahen wir, wie dünn sie waren und das die unbedingt gutes Futter brauchten, deshalb behielten wir sie und päppelten sie mit Fisch und Reis. Die Schwarze, wir nannten sie Floh, hatte sicher 200 Flöhe und Milben, die ich einzeln runterholte. Floh und Elsa, so nannten wir sie,  haben sich schnell erholt und liefen uns nach wie Hunde. Beim Frühstück warteten sie schon auf den Speck, wenn der in der Küche gebraten wurde ! Besonders Elsa wurde zum Löwen wenn sie ein Stück Fleisch sah: Sie sprang drauf, krallte sich fest und versuchte was abzureissen!!!  Sie waren absolut unproblematisch, auch als wir ins Peponi zuzogen, sie genossen die Aussicht von der Terrasse (siehe Bild), gingen aufs Katzenklo und schliefen im Schrank,  wenn wir am Strand waren.  Doch unser Abreisetermin nahte und wohin mit den Kätzchen? Zurück um Strand kam nicht in Frage, da sei dort verhungert wären, manchmal gab es da nicht mal Wasser! Die Hunde konnten sich selbst helfen und gingen zu den Touristen am Strand, aber diese Kätzchen? Deshalb versuchten wir sie im Dorf zu vermitteln, leider erfolglos, da schon alle Katzenfreunde zu viele Katzen haben. Auch unsere Freundin Angelika sprach viele Leute an, nichts klappte. Mitnehmen nach Deutschland, und in Quarantäne? Auch das haben wir erwogen, aber unser Flug ging via Dubai, und das ging nicht wegen dem Transit. Zu guter Letzt trafen wir abends im Peponi einen Katzenfreund aus Nairobi und der wollte die beiden! Da er aber noch auf dem Festland zu arbeiten hatte, konnte er sie nicht selbst mitnehmen.  Also wurde durch Richarde in Nairobi ( noch mal danke an Angelika fürs stundenlange Telefonieren und Organisieren !! ) eine Flugbox besorgt und eingeflogen, und Floh und Elsa  konnten so mit uns nach Nairobi und in ihr neues Zuhause nach Karen, einem Vorort von Nairobi, gebracht werden! Vielen Dank an alle, die geholfen haben!
Elsa geniesst die Aussicht im Peponi

Copyright African Queen Safaris by Sylvia Rütten
 

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