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(K)ein Platz für Wildhunde ?
Wie schon im letzten Winter waren wir 2006 wieder im Lamu Archipel und wollten uns dort nochmals auf die Spur der Afrikanischen Wildhunde (Lycaon pictus) auf der Insel Manda begeben. Wir stellten fest, das sich auf den Inseln Lamu und Manda im letzten Jahr viel getan hat.  Es ist viel gebaut worden, sowohl im Dorf Shella als auch auf der Insel Manda. Auf Manda hat man eine Meerwasserentsalzungsanlage gebaut, was viele ermutigt hat, sich ein Grundstück am Strand  zu kaufen und zu bauen. Zum Glück aber nur kleine Gäste- oder Ferienhäuser.  Der Flughafen ermöglicht nur kleinen Maschinen mit bis zu 30 Plätzen zu landen. Wir waren diesmal per Auto angereist, was  5-6 Stunden dauert. Es ist  eine wunderschöne Fahrt, auf der es viel afrikanische Landschaft und Weite zusehen gibt. Die Straße ist recht gut ausgebaut, nur die letzten 70 km sind Schotterpiste mit einigen Kontrollstellen, da wir hier im Grenzgebiet zu Somalia sind. Jedes Fahrzeug bekommt zusätzlich einen bewaffneten Askari mit, hier soll wohl von der Regierung den Besuchern ein Gefühl von Sicherheit vermittelt werden. Wir empfanden das als überflüsssig, da man alle halbe Stunde an einer Polizeistation vorbei kommt, die die Fahrzeuge kontrolliert. Am Landungssteg in Mkowe wurden wir von einem starkem Kaskazi begrüsst, so heisst der Nordostpassat, der um diese Jahreszeit vorherscht und uns die ganzen 2 Wochen des Aufenthalts sehr angenehm machte. Es gab keine Stechmücken und abends waren es nur 25 °C.
Es gab auf Lamu allerhand Neuigkeiten.  Am Strand von Shella gab es im letzten August erstmals einige Nilpferde, die durch den Kanal zwischen Manda und Lamu geschwommen sind. Der Löwe, der dort letztes Jahr gesehen wurde, hatte leider eine Vorliebe für Ziegen entwickelt und wurde dann durch den Kenia Wildlife Service abgeschossen. Es wohnen jetzt mehr Menschen auf Manda.  Nachdem man uns erzählte, daß der Kanal zwischen der Insel Manda und dem Festland vom Tsunami im Dezember 2005 ausgewaschen wurde und deshalb tiefer geworden ist, hatten wir nicht mehr damit gerechnet, dass die Afrikanischen Wildhunde (Lycaon pictus)  im letzten Jahr wieder gesehen worden sind. Aber wir mussten uns aber eines Besseren belehren lassen ! Der Turtle Trust stellte uns freundlicherweise ein Boot mit Fahrer und Übersetzer zur Verfügung. Wir besuchten das Stonecuttervillage; dort werden die Bausteine für die Häuser aus dem Fels geschlagen und dann auf Boote verladen, alles per Hand, eine archaische Arbeit.  Ausserdem gingen wir an einen sehr abgelegenen Platz mit einer kleinen Quelle und vielen Ziegen, die von einer Familie gehütet werden. In der Nähe ist der Strand, wo die meisten Schildkrötennester gefunden werden. Zum Schluss besuchten wir noch die Leute bei den Shambas bei Ras Kitau, wo wir im letzten Jahr die meisten Sichtungen hatten.
Wir konnten wieder Erwarten 3 Leute finden, die Kontakt mit den Afrikanischen Wildhunden hatten. Ein junger Mann aus dem Stonecuttervillage traf im Januar 06 an einem Ort der “Bruno” heisst, auf ein einzelnes adultes Tier. Es war ruhig und lief vorbei.
Bei Takwa, während der Regenzeit 2005, morgens auf dem Weg zum Brunnen, hatte ein älterer Mann namens Omar 3 adulte Wildhunde gesehen. Sie kreuzten seinen Weg und er imitierte ihren Hoo-hoo Suchruf sehr gut für uns. Das erstaunte uns sehr.
Aber es kam noch besser, in den Shambas bei Ras Kitau trafen wir einen Jungen (Nelson Kiponda) der hatte vor einigen Tagen gegen 8 Uhr abends 7 Wildhunde bei der Jagd auf Dik-Diks (Zwergantilope- Madoqua kirkii)  beobachtet. Er beschrieb uns genau deren Jagdverhalten (2 Hunde lagen im Hinterhalt und die anderen trieben die Dik-Diks hinein) und er imitierte sogar den Alarmruf der Wildhunde (ein kurzes, hartes Bellen), den sie ausstiessen, als sie ihn bemerkten !  Jetzt wurde ich aber skeptisch, den vielleicht hatte der Junge ja einen Film gesehen und erzählte uns davon. Er blieb aber bei seiner Schilderung. Später sagten uns auch die Leute vom Turtle Trust, daß auf der Insel keiner einen Fernseher hat, es gibt ja auch keinen Strom.  Das war schon erstaunlich und ich wollte der Sache noch weiter nachgehen, indem ich mich dort nochmals nach Sonnenuntergang umschauen wollte. Hierzu brauchten wir aber dringend gute Taschenlampen und einen Führer. Das mit dem Führer war nicht so leicht zu organisieren, da die meisten Leute, die dort Felder haben abends nach Lamu zurückfahren. Ausserdem haben viele Angst, dort im Dunkeln herumzulaufen. Auch das mit den Taschenlampen war nicht so einfach, man kann dort halt nicht einfach in ein Geschäft gehen und welche kaufen. Die Zeit lief uns davon. Als wir dann ein Taschenlampen hatten, waren abends die Wellen und der Wind so stark, das wir im Dunkeln keine Überfahrt wagten. So ist das in Afrika.
Nächstes Mal versuchen wir es kurz nach der Regenzeit- ich bin schon gespannt!!!
Blick über das Buschland auf Manda, “Bruno”.

Das Neuste von den Afrikanischen Wildhunden auf Manda: Teil 2- im Februar 2007
Ein Platz für Wildhunde: Endlich Spuren !

Wie schon 2006 waren wir 2007 wieder im Lamu Archipel und wollten uns dort auf die Spur der Afrikanischen Wildhunde auf der Insel Manda begeben, da die Einheimischen immer wieder von Sichtungen berichten.  Bei unserer Ankunft Anfang Februar  gab es keine Neuigkeiten von den Wildhunden. Drei Tage vor unserer geplanten Abreise sprach mich Carol vom Turtle Trust am Strand an, ihre Mitarbeiter die auf der Insel Manda die Schildkrötengelege überwachen, hatten tags zuvor ein Rudel von 20 Wildhunden mit ungefähr 10 Welpen gesehen ! Sofort charterten wir ein Boot für den Nachmittag, mit dem wir bei Flut weit in den Mangrovenkanal fahren konnten, der die Insel Manda teilt . Von da gingen wir zu Fuss weiter. Wir hatten uns mit einem der Männer verabredet, der uns an die Stelle führte, an der die Sichtung am vorherigen Tag war. Es war ein Ort namens Bruno, eine knappe Stunde Fusswanderung am Turtle Beach entlang. Hier waren vorher schon öfter einzelne Tiere gesehen worden. Am fraglichen Platz  fanden wir dann auch wirklich gute, frische Fussspuren im Sand, sie stammten von mehreren adulten Wildhunden und von vielen Welpen. Der Abdrücke waren von Welpen, die nicht älter als 8 Wochen waren! ( Das wusste ich von meinen Beobachtungen im Zoo.)
Das bedeutete,  dass die Tiere noch in dem Gebiet waren, weil Wildhunde die Wurfhöhle erst nach ungefähr 5 Monaten aufgeben und wieder umherziehen.
Wir waren sehr aufgeregt und  suchten das Gelände den ganzen Nachmittag mit dem Fernglas ab. Man kann dort nicht einfach in den Busch zu laufen, da alles dicht zugewachsen ist und nur niedrige Tierpfade unter dem Büschen entlanglaufen. Es war jedoch möglich von der Dünenkante, wo ein Trampelpfad entlang, geht das Gelände zu sichten. Was wir sahen war perfektes Wildhundland ! Da die Tiere in der Dämmerung aktiv sind, beschlossen wir in der Hoffnung sie sichten zu können, eine Nacht dort zu verbringen.  Wir organisierten den Traktor, der uns hinfuhr, damit wir unabhängig von den Gezeiten waren, Decken und Campingmatratzen bekamen wir von Carol ebenso wie einen Guide, der das Gelände kannte. Taschenlampen, Getränke und Essen nahmen wir ebenfalls mit.  Am 27. Februar 07  fuhren wir dann nachmittags wieder per Traktor an den Turtle Beach. Wir wollten dort im Turtle Bett am Strand schlafen und morgens und abends in der Dämmerung zu der Stelle laufen, wo wir die Fussspuren gesehen hatten.  Das taten wir dann auch: Am Abend gingen um 17 Uhr los, so das wir mit der Dämmerung an der besagten Stelle waren, unser Guide und ein einheimischer Hirte gingen mit uns.  Wir sahen wieder Spuren im Sand, aber keine Wildhunde. Im Dunkeln gingen wir zurück und machten ein Lagerfeuer, wo wir unseren Proviant mit den Guides teilten. Wir beschlossen uns am nächsten Morgen alleine auf den Weg zu machen, damit wir weniger Lärm machten. Um 5 Uhr sollte es losgehen. Nach einer sehr windigen Nacht auf dem Turtlebett starteten wir auf den gleichen Weg. Es war noch sehr dunkel und uns war schon ein bisschen komisch, hatten wir doch am Abend zuvor  auch Spuren einer Löwin oder eines Leoparden gesehen, und allerlei Schlangen gibt es ja auch im Busch. Wir bewaffneten uns mit einem Stock und schritten mutig, aber leise voran, die Kamera im Anschlag. Wir hörten allerlei Geräusche, sahen aber keine Tiere. Als es dann hell wurde, suchten wir wieder das Gelände, was so vielversprechend aussah, mit dem Fernglas ab.  Leider war  nichts zu sehen, auch die Fusspuren waren durch den Wind in der Nacht sehr verwischt. Auf dem Rückweg kamen uns unsere 2 Begleiter  entgegen, die hatten sich schon gesorgt, weil wir weg waren. Sie fragten ob wir die Hunde gesehen hätten. Leider nein!! Sicher waren wir etwas enttäuscht, aber Wildhunde sind eben nicht so einfach zu sichten, das wussten wir. Wir hätten sehr großes Glück gehabt sie zu sehen! Wir haben es aber wenigstens versucht. Auf jeden Fall hat sich mein Verdacht, dass Afrikanische Wildhunde auf Manda ein sehr gutes, ruhiges Gebiet zur Jungenaufzucht vorfinden, bestätigt. Die Fussspuren waren zweifellos von vielen Wildhunden mit ihren Welpen. Der Größe und Form nach konnten es keine anderen Tiere gewesen sein. Nach unseren nächsten Trip berichte ich wieder.
Wollen Sie sich selbst auf auf die Spur der Wildhunde begeben ? Fahren Sie nach Lamu, die Reise lohnt sich. Hier können Sie Afrika von einer Seite kennenzulernen, die weit weg ist vom Massentourismus in den grossen Hotels. 
Einfach anrufen, ich berate Sie gerne: Tel.
06723 99963

Afrikanischer Wildhund, Selous 2010

Rechts: Hier verbrachten wir die Nacht auf der Spur der Wildhunde: Turtle Bett auf Manda
 

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